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| NEUENTWICKLUNG aus dem Forschungsprojekt REKULT |
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| In der Zeit von 4/1997 bis 3/2000 wurde das interdisziplinäres
Forschungs- und Entwicklungsprojekt "Rekult" mit
der Zielsetzung geführt, Renaturierungen und Rekultivierungen
von Steinbruch- und Bergbaufolgeflächen als Geschäftsfeld
für den Auftraggeber, die VÖEST ALPINE ERZBERG GmbH, zu
entwickeln. |
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| Im interdisziplinären Zusammenwirken von Bergbautechnik,
Bergbauwirtschaft, Geologie, Begrünungs- und Bepflanzungstechnik
wurden Standards für eine Beurteilung der Ausgangslage, eine
Festlegung von Zielen und die geeigneten technischen und biologischen
Maßnahmen erarbeitet. Insgesamt wurden auf etwa 60 ha mehr
als 200 Versuchsparzellen zu unterschiedlichsten Fragestellungen
installiert und interdisziplinär untersucht. Die Ergebnisse
flossen in eine Datenbank ein, mit deren Hilfe ein- und mehrfaktorielle
Auswertungen möglich sind. |
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| Durch die Entwicklung des sog. "Dickschichtverfahrens",
einer speziellen Hydrosaatvariante, ist es im Forschungs- und Entwicklungsprojekt
Rekult gelungen, Keimergebnisse, Wuchsverhalten, Klee- Etablierung
und Biomassebildung entscheidend zu verbessern. Darüber hinaus
konnte beobachtet werden, dass Begrünungserfolge rascher eintraten,
dauerhaft sind und ungünstige Randbedingungen wie Exposition,
Steilheit, Humus- und Nährstoffarmut etc. in ihren Auswirkungen
deutlich abgeschwächt werden konnten. Hydrogeolologische Untersuchungen
belegen, dass Nährstoffauswaschungen nur kurzzeitig und in
unbedenklichem Maße auftraten, das Verfahren also auch als
umweltschonend bezeichnet werden darf. |
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Das Dickschichtverfahren wurde 2006 in einer Diplomarbeit an
der Universität für Bodenkultur als den anderen Methoden
deutlich überlegen dargestellt. Im Zuge einer Dissertation
werden derzeit sowohl die Bodenbildung als auch die botanische
Situation auf den Begrünungsflächen des Steirischen
Erzberges untersucht (Universität Salzburg, TU Graz).
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